Presse - Vor der Bühne, auf der Bühne, hinter der Bühne – Hauptsache Theater

Daniel Grünauer

Datum:

01.06.2013


Medium:

Campus - Universität Würzburg


Ehemalige Studenten aus Würzburg erzählen, was aus ihnen geworden ist

Daniel Grünauer

Theater und Öffentlichkeitsarbeit: Der 30-jährige Daniel Grünauer verbindet in seinem Beruf als Dramaturg beides. In Würzburg hat der Oberpfälzer Germanistik und Politikwissenschaft studiert und war Mitbegründer des UniTheaters studi(o)bühne.

Was wollten Sie als Kind werden?
Fußballprofi oder Polizist.

Und während des Studiums?
Pressesprecher, Dramaturg, Regisseur.

Das sind Sie ja dann tatsächlich geworden. . .
Nach meinem ersten Engagement als Leiter der Öffentlichkeitsarbeit, Dramaturg und Regisseur am Landestheater Oberpfalz bin ich nun als Schauspieldramaturg am Theater Ulm beschäftigt. Nebenbei arbeite ich als freier Regisseur und Autor.

Was machen Sie da genau?
Als Dramaturg lese ich viel – vor allem Theatertexte jedweder Art. Außerdem arbeite ich viel am Computer sowie am Telefon. Ich recherchiere zu den Stücken, kümmere mich um die Aufführungsverträge, gestalte den Spielplan mit und erstelle Programmhefte oder auch Video-Trailer zu den Produktionen. Außerdem betreue ich die Probenarbeiten im Dialog mit Regieteam und Schauspieler und vermittle Theater in verschiedensten Formen, zum Beispiel durch Einführungen, Publikumsgespräche, Matineen, Soireen, Höreinführung, Werbetexte und vieles mehr.

Hat das Studium dafür etwas gebracht?
Im Allgemeinen ja. Im Spezifischen eher nein.

Was machen Sie gerne – außer Ihrem Job?
Joggen, Reisen, Sprachen und ein bisschen Klettern – ach ja und: Tatortschauen. Die Leidenschaft stammt aus meiner Zeit in Würzburg.

Bleibt dafür Zeit?
Begrenzt ja. Die Arbeit am Theater ist – zum Glück! – kein Nine-to-five-Job, sondern erfordert viel Flexibilität. Genau das mag ich aber auch an diesem Beruf. Die Arbeitszeit ist stark prozessorientiert. Teilweise merkt man nach zehn Stunden Arbeit nicht, dass es Arbeit ist. Der Dramaturg arbeitet sehr eigenverantwortlich.

Was sind Ihre besten Erinnerungen an die Studentenzeit in Würzburg?
Bei bestem Wetter am Main sitzen und mit Freunden gute Gespräche führen.

Was ist sonst nachhaltig in Erinnerung geblieben?
Die Weinkultur, der unterfränkische Dialekt, die Tatsache, dass ich mich dort schnell sehr heimisch fühlte, die bunte Mischung an Studenten.